Der Schulalltag kommt

In den vergangenen eineinhalb Wochen ist nochmal weniger passiert als in der Woche zuvor, da die Schule nicht wirklich interessanter wird und man bei zwei Stunden Fußballtraining täglich nicht mehr viel nach der Schule unternimmt:

Am Dienstag, den 20.09.16, war ich mal wieder einkaufen, wobei ich es eigentlich nur auf Süßigkeiten abgesehen hatte, da ich mal ein paar Dinge hier aus Kanada probieren wollte, auch wenn sie womöglich ähnlich wie die in Deutschland schmecken. Dies stellte sich als die Wahrheit heraus, trotzdem mochte ich die Süßigkeiten, die ich gekauft hatte sehr und hatte sie eine Woche später bereits leer.

Die kanadischen Süßigkeiten, die ich mir gekauft habe
Die kanadischen Süßigkeiten, die ich mir gekauft habe

Die restliche Schulwoche passierte nichts interessantes mehr und auch der darauf folgende Samstag verlief nicht wirklich besonders, bis ich dann nach dem Abendessen von Milo angeschrieben wurde, ob ich nicht Lust hätte, mit Karen, Andrew und ihm ins Kino zu gehen und “Bliar Witch”, einen Horrorfilm, zu schauen, was mir aber nicht sonderlich zusagte. Als Andrew dann jedoch kurz darauf kurz herüberkam und meinte, er würde in den Film “Snowden” gehen, war ich schon interessierter und ging kurz darauf rüber und dann mit ihnen, beziehungsweise mit Andrew, ins Kino.

Der Film war sehr gut und erzählte sehr unterhaltsam, was Snowden vor vier Jahren getan hat, jedoch auch sein Leben vor der Veröffentlichung geheimer Dokumente der NSA. Es war nicht leicht für mich, dem Film zu folgen, da in dem Film sehr viel gesprochen wurde, vor allem dadurch, dass ich die Geschichte ungefähr kannte, ging das aber und der Film machte mir viel Spaß.

In der nächsten Woche hatte ich Fußball wieder vormittags, was zur Folge hatte, dass ich morgens noch ungefähr 45 Minuten auf den Bus zum Fußballplatz warten musste, da dieser erst um 8:55 Uhr kommt, der Schulbus allerdings schon um zehn nach acht in der Schule ist, da der restliche Unterricht bereits um 8:30 Uhr beginnt.

Morgens wusste ich dann nicht wirklich, wo ich hingehen sollte, bis ich dann von einer anderen Spielerin der Soccer Academy angesprochen wurde, ob ich nicht Lust hätte, mich zu ihnen in die Bücherei zu setzen, was ich natürlich die nächsten Tage tat. Zwei Tage später verbrachte ich dann bereits die Mittagspause mit den drei Schülerinnen aus der elften Klasse und deren Freundinnen und Freunden.

Eine der Spielerinnen, mit der ich die nächsten Tage morgens alleine auf den Bus wartete, meinte, ich könnte etwas mit ihnen am Wochenende unternehmen, worauf ich mich schon freute, da es am Wochenende zuhause ohne Freunde echt langweilig wird.

Am Samstag fiel mir dann allerdings genervt auf, dass ich keine Handynummer oder irgendeinen anderen Kontakt der Elftklässler hatte und sie mir daher gar nicht Bescheid geben konnten, wenn sie etwas vorhatten.

Dieses Wochenende wurde also wieder einmal ein ziemlich langweiliges, glücklicherweise gab es jedoch am Samstag etwas Erwähnenswertes: Karen, Andrew und Milo gingen mal wieder ins Kino und ich kam natürlich ein weiteres Mal mit. Im Kino angekommen trennten sich Andrew und ich wieder einmal von Milo und Karen, die sich den Film “Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children” (dt. “Die Insel der besonderen Kinder”) anschauten.

Andrew und ich zogen den Film “Deepwater Horizon” vor, welcher von der Umweltkatastrophe von 2010 im Golf von Mexiko handelt. Der Film war echt überwältigend, da er die Ereignisse von vor sechs Jahren sehr detailliert und interessant zeigt und die riesigen Explosionen und das darauf folgende Feuer sehr beeindruckend umgesetzt wurden.

Am nächsten Tag las ich mir direkt den Wikipedia-Artikel zu diesem Thema durch, da ich mich nach dem wohl besten Film, den ich meiner Meinung nach jemals gesehen habe, sehr für die Ereignisse im Golf von Mexiko interessierte und ich konnte tatsächlich jedes noch so kleine Detail aus dem Film wieder erkennen. Als ich dann bei den Ursachen dieser Katastrophe angelangt war, fragte ich mich jedoch nur noch, was sich die dafür verantwortlichen Firmen Transocean, Halliburton und BP bei dieser Art der Betreibung dieser Ölplattform gedacht haben.

Der Blowout-Preventer, welcher die Plattform im Notfall von dem Bohrrohr trennen und somit den weiteren Erdgasausstoß verhindern sollte, wies im Jahre 2001, als die Plattform in Betrieb genommen wurde, laut einer Analyse von Transocean beispielsweise 260 Fehlerfälle auf, welche allesamt in den nächsten neun Jahren nicht behoben wurden. Außerdem wurde am Unglückstag der Alarm, welcher die aus 126 Männern und Frauen bestehende Besatzung schon Stunden vor dem Unglück durch ein akustisches und visuelles Signal gewarnt hätte, unterdrückt, sodass niemand etwas von den Komplikationen in 1550 Metern Tiefe ahnen konnte. Wie durch ein Wunder überlebten jedoch 115 der Arbeiter und “nur” elf wurden durch die plötzlichen Explosionen in den Tod gerissen, was nicht zuletzt durch den Mitarbeiter Mike Williams ermöglicht wurde, welcher viele Menschen aus den Flammen rettete, während er sein eigenes Leben immer wieder aufs Spiel setzte.

Diese Informationen habe ich von “https://de.wikipedia.org/wiki/Deepwater_Horizon“, wen das Thema noch weiter interessiert, dem kann ich diesen Beitrag und vor allem den Film “Deepwater Horizon” empfehlen, der in Deutschland jedoch erst am 24.11.2016 in die Kinos kommt.

Nach diesem aufregenden Abend bin ich dann um ein Uhr ins Bett gekommen, woraufhin ich am nächsten Morgen um zehn Uhr aufwachte. Ich habe vor, im Winter hier im Silver Star Ski Resort Skifahren zu gehen, wofür ich logischerweise einen Saisonpass brauche. Diesen gab es bis zum zweiten Oktober als Early Bird Angebot um einiges günstiger. Da heute allerdings schon der erste Oktober war, machte ich mich nachmittags mit Andrew auf den Weg zur Verkaufsstelle in Vernon, wo ich dann ganze 800 Dollar, also grob 520 Euro, ließ, um den Skipass selbst, ein Ticket für den Shuttlebus zum Skigebiet für die ganze Saison und eine Versicherung, falls ich mich im Skiresort ernsthaft verletze, zu erhalten.

Eines der beiden Logos, welche wir im Kunstunterricht machen sollten.
Eines der beiden Logos, welche wir im Kunstunterricht machen sollten.
Das zweite, aufwendigere Logo
Das zweite, aufwendigere Logo
Ein weiteres Bild aus dem Kunstunterricht, das soll den Sonnenuntergang auf Harva, Kroatien nachstellen. Dort befinden sich meine Oma Birgit und ihr Partner Hans-Walter nämlich momentan.
Ein weiteres Bild aus dem Kunstunterricht, das soll den Sonnenuntergang auf Harva, Kroatien nachstellen. Dort befinden sich meine Oma Birgit und ihr Partner Hans-Walter nämlich momentan.
Das gab es letzten Donnerstag als Abendessen: Chicken Pie, also Hühnchenkuchen, eigentlich eine trübe Hühnchensuppe in einer Teighülle.
Das gab es letzten Donnerstag als Abendessen: Chicken Pie, also Hühnchenkuchen, eigentlich eine trübe Hühnchensuppe in einer Teighülle.
Ein sehr leckeres Abendessen und dazu auch noch so typisch amerikanisch.
Ein sehr leckeres Abendessen und dazu auch noch so typisch amerikanisch.

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Das gab es am Freitag in der Schulkafeteria: eine riesige Zimtschnecke mit Zuckerguss überzogen.
Das gab es am Freitag in der Schulkafeteria: eine riesige Zimtschnecke mit Zuckerguss überzogen.
Der Bürgersteig auf dem Weg nach Hause vom Supermarkt aus.
Der Bürgersteig auf dem Weg nach Hause vom Supermarkt aus.
Marshall Field: hier findet das Training der Soccer Academy statt. Es besteht aus sechs Fußballfeldern draußen und einem überdachten in der hier sichtbaren Halle.
Marshall Field: hier findet das Training der Soccer Academy statt. Es besteht aus sechs Fußballfeldern draußen und einem überdachten in der hier sichtbaren Halle.

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Ach, echt?! ;-)
Ach, echt?! 😉
Apollo, Karens und Andrews Hund
Apollo, Karens und Andrews Hund
So lässt es sich leben ;-)
So lässt es sich leben 😉

4 thoughts on “Der Schulalltag kommt

  1. … die Batterie ist wieder aufgeladen und die Nacht vorbei.
    Die Logos sehen sehr gut, kreativ aus. Zeichnet du sie und fügst Bilder ein, auf dem Zeichenblock oder am Computer? Wofür steht das zweite Logo?
    Der Hund ist sicher ein Kurzhaardackel und sieht lieb aus. Hat er dich schon als Familienmitglied anerkannt? Lauter Fragen☺️ LG Omi

    1. Also…die habe ich auf einem normalen Blatt gezeichnet, das meiste von ausgedruckten Fotos abgepaust, das zweite steht für einen “Schmetterlingspark” auf Penang, in dem wir letzten Urlaub mit einem ehemaligen Freund von Tobn waren. Der Hund ist in der Tat ein Kurzhaardackel und er hatte mich schon nach zwei Tagen als Familienmitglied anerkannt 😉

  2. Oh Luk, mein Comment, den ich vergangene Woche geschrieben habe, ist verloren gegangen
    Ich kann mich noch gut an die Katastrophe in Golf von Mexiko erinnern, die Details waren mir nicht bekannt. Ich habe bei Wikipedia (dein Link) nachgelesen. Ungeheuerlich, was da passiert ist. Hans-Walter und ich wollen auch in den Film gehen, wenn er nach Deutschland kommt. Pass bloß auf mit dem Essen, das sind ja alles Kalorienbomben..
    Meine Handy Batterie ist fast leer. Lass es dir gut gehen. LG. Omi

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