Mal wieder was aus meinem Leben…

So, nach ziemlich genau zwei Monaten Pause melde ich mich nun endlich mal wieder mit einem weiteren Beitrag zurück, in dem ich die beiden Wochen vor meinem Snowboard-Unfall, endend mit Letzterem, zusammenfasse. Natürlich wünsche ich Euch allen, wenn auch etwas zu spät, ein frohes neues Jahr und viel Glück in 2017!

Noch ein kleiner Hinweis, ich habe diesen Beitrag zu großen Teilen am Computer in der Schule, also auf einer englischen Tastatur geschrieben und musste dadurch ä, ö, ü durch a, o, u ersetzen. Natürlich lese ich mir den ganzen Text nochmal durch und ändere das alles wieder zurück, allerdings kann es gut sein, dass ich es an der ein oder anderen Stelle übersehe. Nun geht’s aber mal zu den Ereignissen hier in Kanada!

Am Donnerstag der ersten Woche passierte das erste nennenswerte Ereignis, Gordon, Sally, Milo und ich fuhren am Abend nämlich gemeinsam zu der Kirche in Vernon, dessen Gottesdienst Gordon und Sally jeden Sonntag besuchen. Dort sollte an diesem Abend ein Theaterstück aufgeführt werden, für das Freunde von Gordon und Sally genug Karten für uns alle ergattern konnten.

Das ganze Theaterstück handelte von der Weihnachtszeit in den 80ern aus Sicht einer Familie in New York, die dort in einem kleinen Familienbetrieb Tannenbäume züchtet und diese zu dieser Jahreszeit dementsprechend verkauft.

Außerdem gab es noch eine kleine Band, die zwischendrin immer wieder typische Lieder aus den 80ern spielte, von denen ich tatsächlich ziemlich viele wieder erkannte, da meine Eltern diese Musik jetzt noch regelmäßig hören.

Nach ungefähr einer Stunde Theater wurde dann eine kurze Pause eingelegt, wahrend der man sich an Kaffee und Keksen bedienen konnte. Danach dauerte es nochmal etwa eine Stunde, bis das Theaterstück vorüber war und wir wieder nach Hause fuhren.

Ich fand das Stück am Anfang echt interessant und es hat Spaß gemacht, es sich anzuschauen und anzuhören, nach ungefähr der Hälfte fing es aber an, immer langweiliger zu werden, da in der Geschichte nicht wirklich viel passierte und die Lieder immer weniger wurden.

Am folgenden Wochenende, also genau zwei Tage später, sind Karen und Andrew einfach mal über das Wochenende weg gefahren, weswegen Milo bei uns geschlafen hat. Am Samstag sind wir dann auch direkt ins Kino gegangen, und zwar mit Gordon und Sally. Das war wohl das erste Mal, dass ich die Beiden außerhalb ihres Grundstückes und nicht in der Schule, beim Doktor oder in der Kirche gesehen habe, im Kino angekommen trennten sich unsere Wege allerdings auch schon wieder.

Gordon und Sally kauften sich nämlich Karten für “Collateral Beauty”, während Milo und ich Rogue One, also den neuen Film der StarWars-Reihe  vorzogen. Der Film war echt gut und ich hatte viel Spaß im Kino. Das änderte sich dann aber mitten im Film kurz, der Film konnte dafür allerdings nichts. Es wurde mitten im Film nämlich auf einmal mega heiß im Kino, sodass ich mir sogar meine Schuhe ausgezogen habe, weil es sonst einfach nicht zu ertragen gewesen wäre. Außerdem war es während dieser kurzen Zeit sehr schwer, sich auf den Film zu konzentrieren und ihn somit wirklich zu verfolgen.

Letztendlich kann ich Euch nicht sonderlich viel über den Film erzahlen, da ich kein riesiger StarWars-Fan bin und mit den ganzen Charakteren ziemlich überfordert war, ich fand ihn aber trotzdem nicht schlecht.

Die nächste Woche passierte dann mal wieder nichts Besonderes, am Wochenende dann allerdings schon. Dieses Wochenende hatte Silverstar, also das Skigebiet hier ganz in der Nahe, zum ersten Mal geöffnet, weshalb ich direkt meinen Skipass ausnutzen und den Tag dort oben verbringen wollte.

Die Vorbereitungen auf das erste Mal Snowboarden, in weiser Voraussicht am Abend zuvor getroffen.

Ich musste morgens also sehr früh, so gegen halb sieben, aufstehen und mich zügig fertig machen, da ich auf keinen Fall den Shuttle-Bus ins Skigebiet verpassen wollte. Gegen halb acht war ich fertig angezogen und erstmal mit Essen versorgt, sodass ich zehn Minuten später mit Gordon in seinem Auto saß und er mich etwa eine Viertelstunde zum Bus fuhr.

Dort wartete ich dann nochmal eine halbe Stunde, bis ich gemeinsam mit etwa zwanzig anderen Jugendlichen, einige davon auch Gastschüler, in den Bus einsteigen konnte.

Nach einer guten halben Stunde Fahrt stand ich dann mit meinem hier gekauften Snowboard und der dazu nötigen Ausrüstung auf dem Berg und fragte mich erstmal ein bisschen durch, bis ich zum “Bunnyhill”, also dem “Anfänger-Hügel”, kam.

Dies war nämlich mein allererster Tag auf dem Snowboard, einen Lehrer hatte ich mir nicht gesucht und eine Freundin hier, die schon länger Snowboard fährt, meinte, sie wurde etwas später hoch kommen und konnte mir eventuell den ein oder anderen Tipp geben.

Die ersten beiden Male die “Piste” runter dauerten echt lange, da ich alle zwei Meter hinfiel und mich wieder neu aufrichten musste, um nach zwei weiteren Metern wieder hin zu fallen. Anschließend wurde es langsam etwas leichter und ich war schon dazu in der Lage, mich mit durchgängigem Blick ins Tal langsam die Piste hinunter zu bewegen, indem ich immer seitlich etwas runter gefahren bin und dann wieder nach oben gelenkt habe, um dann die Richtung zu wechseln und das Ganze zu wiederholen.

Nach einer guten Stunde, die ich ständig hingefallen bin, fingen meine Ellenbogen langsam an, bei jedem Sturz und vor allem beim Aufrichten danach ziemlich weh zu tun, weswegen ich erstmal eine kleine Pause einlegte.

In diesem Skigebiet ist es nicht so, dass mehr oder weniger überall an den Pisten Hütten, also Restaurants, verteilt sind, sondern, dass es ein “Village”, also quasi ein kleines Dorf, mit bunten Häusern auf halber Höhe des Skigebiets gibt, das aus einer sehr breiten “Straße” besteht, an der auf beidem Seiten verschiedene Restaurants, Cafes und Aufenthaltsräume, sowie Toiletten, eine kleine Werkstatt und ein Informationsstand aneinander grenzen.

Dort verbrachte ich nun also die nächste halbe Stunde mit einem heißen Kaffee, als ich draußen Kate, also die oben erwähnte Freundin, sah. Nachdem wir uns kurz unterhielten, ging es auch schon wieder zum Anfängerhügel, wo mich die zwei Mitarbeiter des Skigebiets inzwischen schon bei meinem Namen kannten, einer kommt übrigens aus Dänemark.

Ich zeigte Kate ein bisschen, was ich schon so kann, was echt nicht sehr viel war. Sie gab mir dann ein paar Tipps und schaute zu, wie ich die nächsten Male die rund zwanzig Meter runter fuhr. Dabei tat sie mir schon etwas leid, irgendwie wurde ich nämlich kein bisschen besser und sie versuchte die ganze Zeit, irgendwelche nicht vorhandenen Fortschritte zu erkennen.

Nach ungefähr einer Stunde musste Kate dann aber auch schon wieder los und ich versuchte nochmal, ihre Tipps möglichst gut umzusetzen, leider ohne allzu großen Erfolg.

Nun ging ich erstmal wieder zum Village, wo mein genaues Ziel dann die kleine Werkstatt war. Dort ließ ich mir meine Bindungen ändern, sodass nun nicht mehr mein linker sondern mein rechter Fuß vorne war. Das tat ich, da ich auf meinem Long- bzw. Pennyboard auch immer den rechten Fuß vorne stehen habe und ich mir von dieser Änderungen wenigstens ansatzweise Fortschritte erhoffte.

Diese Fortschritte kamen bei den nächsten Malen den Hügel runter auch echt und wurden viel deutlicher, als ich zuvor gedacht hatte. Nach ungefähr zwei weiteren Anlaufen konnte ich die Piste dann schon normal runter fahren, wenn auch sehr langsam.

Etwas später hatte ich den Dreh schon langsam raus und fuhr den Bunnyhill fast nur noch runter, weil es Spaß machte und ich mich nicht im Skigebiet auskannte und mir somit nicht wirklich zutraute, eine geeignete Piste alleine mit dem Snowboard zu finden und dann ohne irgendwelche Absicherung herunter zu fahren, weil es durchaus ziemlich wahrscheinlich war, dass ich das ein oder andere Mal hinfallen würde.

Ich fuhr noch ein- bis zweimal den Bunnyhill runter und es wurde schon fast leicht, sich auf dem Snowboard zu drehen. Doch dann drehte ich mich ein weiteres Mal, sodass mein Rücken zum Tal gerichtet war. Wie schon ein weiteres Mal früher am Tag kam ich nun – fast im Stand – aus dem Gleichgewicht und konnte mich auch nicht mehr vor dem Fall schützen, sodass ich rückwarts auf den Schnee fiel. Die letzten Male habe ich bei Stürzen immer meine Ellenbogen meinen Händen vorgezogen, da meine Ellenbogen inzwischen aber echt bei jedem Aufrichten ziemliche Schmerzen verursacht haben, ließ ich mich diesmal auf die Hände fallen, was mir dann auch direkt zum Verhängnis wurde.

Dies war nämlich die Situation, die die meisten von Euch wohl inzwischen erwarten, zumindest die, die den letzten Beitrag mitbekommen haben:

Mein rechter Arm fühlte sich komplett normal an und ich wollte gerade wieder aufstehen, als ich merkte, dass mein linkes Handgelenk das verweigerte und einfach nur höllisch weh tat. Ich wusste irgendwie, dass das etwas Ernstes war und der Schmerz nicht gleich verschwinden würde, also wollte ich einen Skilehrer, der seiner Gruppe direkt neben mir Anweisungen gab, um Hilfe bitten. Dabei habe ich allerdings keinen Ton rau bekommen, bis ich noch bestimmt eine Minute im Schnee gelegen habe.

Nun kam allerdings ziemlich schnell eine Sanitäterin auf Skiern, die sich mein linkes Handgelenk, dessen Schmerzen übrigens kein bisschen nachgelassen hatten, anschaute und kurz darauf ein kleines Schneemobil rief, in dessen Anhänger ich dann ungefähr 100 Meter zur Sanitätsstation gefahren wurde.

Dort wurde mir nach etwa fünf Minuten ein Mittel gegen die andauernden Schmerzen gegeben und ein Arzt schaute nach, ob das Handgelenk wirklich gebrochen oder nicht doch nur geprellt war. Er kam allerdings zu dem Schluss, dass es ziemlich sicher tatsächlich gebrochen war und als ich dann nach mehreren Anläufen endlich Gordon erreichen konnte, kam dieser hoch ins Skigebiet, von wo aus er mich dann zum nächsten Krankenhaus fuhr.

Dort angekommen musste ich erstmal ziemlich lang warten, bevor mein Handgelenk geröntgt werden konnte, die Frau dort nahm es mit meinen schwächer gewordenen aber immer noch vorhandenen Schmerzen eber offensichtlich nicht so ernst und drehte und wendete meine Hand, wie sie es gerade gebrauchen konnte, weshalb ich echt froh war, als diese wenigen Minuten endlich vorüber waren.

Nachdem wir wieder einmal eine gute halbe Stunde, wenn nicht gar länger, warten mussten, kam ein Arzt dazu, sich die Röntgenaufnahmen anzuschauen und festzustellen, dass Elle und Speiche kurz vor der Hand gebrochen waren.

Dementsprechend wurde ich nun in einen weiteren Raum geschickt, wo mir dann mein erster Gips überhaupt angebracht werden sollte. Die Ärztin, beziehungsweise wohl eher etwas in Richtung Krankenschwester oder so, betrat nur kurz darauf den Raum und fragte mich, welche Farbe der Gips denn haben sollte. Ich wählte blau und kurz darauf wurde der zuvor in warmes Wasser getunkte Gips um mein Handgelenk bis hoch zum Ellenbogen gelegt. Nach etwa zehn Minuten fing er dann langsam an zu trocknen und ich musste mich erstmal an das Gefühl gewöhnen, einen so harten Verband um meinen kompletten linken Unterarm zu haben.

Da kann man den Bruch erkennen, das ist der etwas zackige, alles in allem aber doch ziemlich gerade weiße Strich ziemlich weit oben an den beiden unteren Knochen.
Das ist der Gips, eigentlich ziemlich unspektakulär…

Dies waren nun die ersten beiden Wochen, die allerdings nun schon sechs Wochen zurückliegen, ich werde die Tage also versuchen, in wahrscheinlich noch zwei Beiträgen diese Zeitspanne wieder aufzuholen, um die Berichte wieder aktuell schreiben zu können, wodurch ich mich noch an viel mehr Details und wahrscheinlich auch an mehr Geschehnisse erinnern können werde.

Außerdem habe ich vor, diesen Blog ab dem nächsten Post auf Englisch zu schreiben, Dies habe ich aus dem einfachen Grund vor, dass ich hier in Kanada im Alltag eigentlich nur Englisch rede und in der Schule englische Texte schreibe, sodass ich das auch auf den Blog übernehmen und im Schreiben englischer Texte noch besser werden möchte.

Für diejenigen unter Euch, die das Ganze dann nicht mehr verfolgen können oder wollen, tut es mir sehr leid, ich hoffe und denke allerdings, dass der Großteil der Leser meinen Blog auch weiter verfolgen wird.

Dieses Päckchen kam die Tage aus Deutschland an, teilweise mit Dingen wie etwas Kleidung und ein Kabel, die ich hier vermisst habe, zum Teil aber auch mit deutscher Schokolade und anderen Süßigkeiten, sowie Geschenken für Weihnachten.
Dieses Foto möchte ich hier auch nochmal aufführen, und zwar, da dies die Vorlage für das folgende Bild war:
Dieses Bild, gezeichnet von Lara (meiner Schwester), war auch in dem Päckchen, war jedoch eigentlich erst für Weihnachten gedacht. Den Hinweis auf dem beigelegten Brief habe ich allerdings nur auf den Brief selbst bezogen, weshalb ich mir das Ganze leider schon zuvor angeschaut habe. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle!
So sieht Fast Food dann schon ganz anders aus.

1 thought on “Mal wieder was aus meinem Leben…

  1. It’s Friday morning and I’m enjoying my breakfast coffee. I’ve finally read your current post and it was really great fun! I look forward to reading about your Christmas time, especially if you wrote your report in English.

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